Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Beantwortet
Autor Sarah König am 13. August 2013
3832 Leser · 38 Stimmen (-2 / +36)

Mobilität und Verkehr

Viktoriabrücke: Regelung für links abbiegende Radfahrer sehr gefährlich

Sehr geehrter Herr Nimptsch,

die Stadt hat vor geraumer Zeit den Fahrradfahrern auf der Viktoriabrücke, von Endenich kommend, die Möglichkeit eingeräumt dort links abzubiegen. Ein kleines Schild erklärt den Radfahrern, wie sie sich einfädeln sollen damit ein abbiegen nach links in die Bornheimer Straße möglich ist. Ich selbst habe diese Variante einige Male ausprobiert und kann nur sagen, dass es in 50% aller Fälle nicht möglich ist - nämlich wenn die Autos auf der Bornheimer Straße grün haben - und man in den anderen 50% Gefahr läuft, von den völlig verwirrten Autofahrern übersehen und dann überfahren zu werden.
Ich finde es sehr schön ,dass die Linksabbieger dort Berücksichtigung finden aber die vorhandene Lösung ist KEINE praktikable Lösung. Vielen Radfahrern wäre bereits geholfen, wenn die scharfe Rechtskurve in die schmale Straße parallel zur Brücke 'legalisiert' werden würde. Dort ist in der Regel sehr wenig Autoverkehr und damit wäre eine direkte Anbindung an den Fahrradweg auf der Thomastraße gewährleistet.

Nochmal in Kürze: das Wegführungsschild für die Radfahrer sollte entfernt werden, da es ein zu hohes Unfallpotantial mit sich bringt und ein Befahren des kleinen Sträßchens Hochstandenring für Radfahrer in beide Richtungen sollte angeregt werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Sarah König

+34

Über diesen Beitrag kann nicht mehr abgestimmt werden, da er bereits beantwortet wurde.

Antwort
von Jürgen Nimptsch am 28. November 2013
Jürgen Nimptsch

Sehr geehrte Frau König,

der parallel zur Brückenauffahrt der Viktoriabrücke liegende Weg zwischen der Thomastraße und der Bornheimer Straße (Teil des Hochstadenrings) ist Einbahnstraße. Aufgrund der geringen Breite ist eine Öffnung für den Radverkehr in Gegenrichtung leider nicht möglich.

Gerade in dem besonders engen Bereich entlang der auf die Brücke führenden Fußgängerrampe ist eine Begegnung Pkw/Rad unmöglich - hier müsste der Autoverkehr auf den ebenfalls schmalen Gehweg ausweichen, was zu einer erhöhten Gefährdung der Fußgänger führen würde.

Weiterhin wäre die Sicht des von der Thomastraße einbiegenden Autoverkehrs auf diesen Radverkehr nur sehr eingeschränkt.

Beim Linksabbiegen über eine indirekte Radverkehrsführung im Kreuzungs- bereich (§ 9 Abs. 2 StVO) überquert der Radverkehr zunächst die von rechts kreuzende Straße (Bornheimer Straße) und stellt sich dann gemäß dem vorhandenen Schild so auf, dass er mit dem kreuzenden Verkehrsstrom die Straße (Hochstadenring) quert, aus der er nach links abbiegen will.

Dies ist in Bonn gängige Praxis und wird an mehreren Kreuzungen im Stadtgebiet auch so durchgeführt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Regelung dieser Verkehrssituation etwas verdeutlichen.

Mit freundlichen Grüßen