Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Beantwortet
Autor Daniel Eyberger am 28. November 2013
3447 Leser · 9 Stimmen (-0 / +9)

Gesellschaft und Soziales

Vergabe der KITA Plätze / Bonn Duisdorf

Sehr geehrter Herr Nimptsch,

wir leben seit nunmehr zwei Jahren in Bonn-Duisdorf und fühlen uns dort auch absolut wohl. Unsere Tochter Greta ist am 03.06.2012 geboren und im Dezember erwarten wir unser zweites Kind.

Leider ist es uns erst gar nicht möglich, unsere Tochter im direkt angrenzenden Kindergarten "Grüne Mitte" anzumelden, da es dort scheinbar die Vorgabe gibt, dass nur Kinder angenommen werden, bei denen beide Elternteile arbeiten gehen. Alleine diese Tatsache ist natürlich gerade für uns äußerst ungünstig, da meine Frau aufgrund des zweiten Kindes nicht direkt wieder arbeiten gehen kann. Bei umliegenden Kindergärten (bei denen scheinbar egal ist, ob beide Elternteile arbeiten), bekommen wir dann wiederum mitgeteilt, dass wir nicht zum direkten Einzugsgebiet gehören, und aus diesem Grunde "nachrangig" behandelt werden.

Sehr geehrter Herr Nimptsch,
mir erscheinen derartige "Vorgaben" absolut schleierhaft und in den heutigen Zeiten - meiner Meinung nach - nicht mehr zeitgemäß. Es kann doch nicht sein, dass wir keinen Platz in einer KITA erhalten - die mehr oder weniger direkt an unser Grundstück angrenzt und uns enorm entlasten würde - nur weil wir ein zweites Kind erwarten? Erklären Sie unserer Tochter, die jeden Tag auf die spielenden Kinder im Kindergarten schaut und viele Kinder in den Gruppen aus der direkten Nachbarschaft kennt, die Gründe, warum Sie erst gar nicht angemeldet werden kann? Wir wären Ihnen sehr verbunden, wenn Sie uns mitteilen würden was genau hinter dieser Richtlinie steckt und wie wir nun vorgehen sollen bzw. müssen, um einen Kindergartenplatz für unsere Tochter zu bekommen, der sich noch in mittelbarer Nähe befindet.

Wir danken Ihnen im Voraus für Ihre Bemühungen!

Mit freundlichen Grüßen,
Familie Eyberger

+9

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Antwort
von Jürgen Nimptsch am 19. Dezember 2013
Jürgen Nimptsch

Sehr geehrter Herr Eyberger,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage vom 28.11.2013 über „Direktzu“.

Ich bedaure, dass Sie bisher noch keinen Betreuungsplatz für Ihre Tochter Greta in einer nahegelegenen Kindertageseinrichtung für den Sommer 2014 in Aussicht haben. Bei dem Gespräch mit der Leiterin der Kindertageseinrichtung Im Grünen Winkel, Frau Greeven, muss es jedoch ein Missverständnis gegeben haben. Sie hatte Greta nach Ihrer Anmeldung bereits im Sommer 2013 auf die Warteliste für einen Platz im Sommer 2014 gesetzt.

Da Greta im Juni 2014 zwei Jahre alt wird, könnte eine Betreuung in dieser Einrichtung nur in der Gruppe für Kinder von 2 – 6 Jahre erfolgen, die in dieser Einrichtung als Tagesstättengruppe mit 45 Wochenstunden Betreuungszeit geführt wird.

Die Aufnahmekriterien für Tagesstättengruppen sehen für alle städtischen Kindergärten unter anderem eine bevorzugte Aufnahme von Kindern von nachweislich berufstätigen oder in Ausbildung oder Umschulung befindlichen Personensorgeberechtigten vor. Der Grund dafür ist, dass dieser Personenkreis zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf dringend auf ein Betreuungsangebot ihrer Kinder angewiesen ist und daher bei einer Aufnahme bevorzugt zu berücksichtigen ist.

Alle Kindergärten treffen die Entscheidungen über die Neuaufnahmen für das kommende Kindergartenjahr bis Ende Februar 2014. Wenn Sie bis dahin kein geeignetes Angebot von einem der anderen bevorzugten Kindergärten erhalten, können Sie sich mit unserem Familienbüro wegen weiterer Unterstützung in Verbindung setzen.

Bei Bedarf stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen auch gerne für weitere Informationen zur Verfügung. Sie erreichen diese unter: Familienbüro, Amt 51-54, Berliner Platz 2, Etage 3c, 53111 Bonn, Telefon: 0228-77 40 70, E-Mail: familienbuero@bonn.de.

Mit freundlichen Grüßen