Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Beantwortet
Autor Maternus Stein am 09. Mai 2012
4152 Leser · 45 Stimmen (-1 / +44)

Sonstige

Trafoanlage Kennedybrücke

Sehr geehrter Herr Nimptsch,

nach einem Telefonat mit dem Tiefbauamt wurde mir empfohlen, mich an Sie zu wenden.
Ich verwalte das Objekt Rheinaustr. 130, Bonn-Beuel. Zu Beginn der Sanierung der Kennedybrücke wurde seinerzeit ein Trafo auf massiven Stahlstelzen errichtet.
Nachdem wir nun geduldig alle Belästigungen und Einschränkungen der Brückensanierung ertragen haben, muss ich erfahren, dass der seinerzeit aufgestellte Trafo an die ARGE durch das Tiefbauamt weitervermietet wurde, um den Veranstaltungen an der Promenade Strom liefern zu können.
Begründet wurde dieser Schritt u.a. damit, dass das Grundstück, auf dem der Trafo installiert ist, der Stadt gehört und man damit machen könne was man will.

Diese Ansicht teile ich nur ansatzweise. Der aufgestellte Trafo inklusive seiner massiven Stahlkonstruktion beeinträchtig unser Objekt massiv, da dieser sowohl durch die zum Rhein liegenden Zimmer als auch vom Garten aus omnipräsent ist. Er kann/wird auch nicht durch Bepflanzung verdeckt, da er einfach zu gross ist.
Unverständlich ist mir auch, wieso seitens der Verantwortlichen nicht einmal bei uns nachgefragt wurde, inwieweit die Bewohner durch diesen Aufbau gestört werden (etwas, was jeder private Bauherr im Übrigen zu durchlaufen hat) . Stattdessen werden wir vor Tatsachen gestellt mit der zweifelhaften Begründung, dass dieser Trafo notwendig sei für die (ohnehin schon sehr belastenden) Veranstaltungen auf der Promenade (wie wurde denn vor der Sanierung der Brücke Strom an die Veranstalter geliefert ?).

Ich möchte Sie daher bitten zu prüfen, ob dieser Trafo inkl Stelzen entfernt (auch im Hinblick auf die Verschandelung der hochwertig erstellten Promenade/Brücke) und hier nicht eine Alternative gefunden werden kann.

Selbstverständlich stehe ich auch nach Absprache persönlich für eine Diskussion/Ortsbegehung zur Verfügung.

Hochachtungsvoll

M Stein

+43

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Antwort
von Jürgen Nimptsch am 05. September 2012
Jürgen Nimptsch

Sehr geehrter Herr Stein,

vor Beginn der Umbauarbeiten an der Kennedybrücke erfolgte die Stromversorgung von Veranstaltungen durch eine im Inneren der Brücke installierte Trafostation.

Diese Trafostation entsprach nicht mehr den geltenden Sicherheitsvorschriften und konnte nur noch als Altanlage mit Bestandsschutz betrieben werden. Die im Zuge des Umbaus der Brücke anfallenden umfangreichen Abbruch- und Gründungsarbeiten im Brückeninneren erforderten den Ausbau der Anlage mit der Folge, dass der Bestandsschutz erlosch.

Zur Stromversorgung der Baustelle während des Umbaus der Brücke wurde eine Trafostation auf einem hochwassersicheren Traggerüst installiert. Bereits während der Bauzeit wurde intensiv versucht, einen Betreiber dieser neuen Anlage für die Zeit nach Abschluss der Bauarbeiten ausfindig zu machen. Da dies trotz umfangreicher Bemühungen nicht erfolgreich war, war davon auszugehen, dass der Trafo nach Abschluss der Baumaßnahme ersatzlos rückgebaut wird. Auf die nicht unerheblichen Investitionen in erforderliche Vorsorgemaßnahmen für eine erneute Installation einer Trafostation innerhalb der Brücke wie zum Beispiel der Bau von Podesten oder die Herstellung von Rohrdurchführungen und Montageöffnungen in den Wänden wurde verzichtet.

Gegen Ende der Bauzeit ist es dem Energieversorger entgegen aller Erwartung doch noch gelungen, einen Käufer und Betreiber für die Trafoanlage zu gewinnen. Die Stadt als Grundstückseigentümer hat dem Käufer die Aufstellung des Trafos im Rahmen einer Sondernutzungserlaubnis gestattet.

Ich werbe für Verständnis für diese Entscheidung, da das private Engagement zur Sicherstellung der erforderlichen Infrastruktur beiträgt und so letztlich zukünftige Veranstaltungen am Rheinufer ermöglicht.

Beim Rheinufer in Beuel handelt es sich um eine der wenigen Flächen in Zentrumsnähe, die für entsprechende Veranstaltungen bei gleichzeitig guter Erreichbarkeit geeignet sind.

Die Bepflanzung der Grünanlagen wird noch ergänzt, so dass der Trafo am gewählten Standort zukünftig besser integriert ist.

Mit freundlichen Grüßen