Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Archiviert
Autor Wolfgang Heedt am 25. Januar 2010
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Bildung und Kultur

Standortfrage

Sehr geehrter Herr Nimptsch,

mit Freude habe ich im General-Anzeiger Bonn den Aufruf von Frau Dr. Wulf-Mathies gelesen, im Zusammenhang mit dem Festspielhaus "Großes zu denken". Aber warum soll dieses nur gehen, indem man ein Symbol erfolgreichen bürgerlichen Engagements auslöscht? Ich bin kein Freund, aber auch kein Gegner der Beethovenhalle. Für mich steht der Symbolgehalt im Vordergrund. Ich halte es da mit dem Satz Friedensreich Hundertwassers:„Wer die Vergangenheit nicht ehrt, verliert die Zukunft, wer seine Wurzeln vernichtet, kann nicht wachsen."

Wenn wir schon "Großes" denken wollen, warum dann nicht auch einmal daran denken, das Festspeilhaus auf die Hofgartenwiese zu stellen? Nun gut, Eigentümer ist nicht die Stadt, da wäre also Klärungsbedarf. Aber die Nähe zum ehemaligen kurfürstlichen Schloss sowie die Verlängerung der Museumsmeile in nördlicher Richtung zu einer Kulturmeile, die sich dann bis auf den Marktplatz, den Hauptort des Bonner Sommers, und weiter bis zum Beethovenhaus ausdehnen würde, hat doch einen ganz besonderen Charme und innere Logik.

Die fußläufige Nähe zur Innenstadt mit Ihren weiteren touristischen Attraktionen sowie den bestehenden Restaurants und Gaststätten sind eindeutige Vorteile gegenüber dem Standort der Beethovenhalle.

Die exzellente Verkehrsanbindung zur DB, zur U-Bahn, zum Busbahnhof, mit dem Auto (mit der Tiefgarage der Uni) sowie zum Fluss (Alter Zoll mit den bereits bestehenden Landungsbrücken) machen die Hofgartenwiese als Standort unschlagbar. Unter Umständen lassen sich so bei den für die Verkehrsinfrastruktur notwenigen Aufwendungen Gelder einsparen (z.B. durch den Verzicht des Baus eines eigenen Parkhauses), die dann, in einer Stiftung zinnsbringend angelegt, auch zur Deckung des Betriebs sowie der Unterhaltskosten beitragen könnten.

Angesichts der dichten Bebauung Bonns sind Opfer zu bringen, entweder durch den Abriss der alten Beethovenhalle oder durch Verzicht auf ein Stück des Hofgartens. Ich bin überzeugt, dass die Bonner Bürger, so denn mit Ihnen geredet und nicht über sie hinweg entschieden wird, die Aufgabe eines Teils des Hofgartens zu machen sein wird.

Mit besten Grüßen

Wolfgang Heedt

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