Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Beantwortet
Autor Jens Wessel am 25. Juni 2013
3555 Leser · 44 Stimmen (-0 / +44)

Mobilität und Verkehr

Schranke an de Sraßenbahnhaltestelle Schießbergweg - Eine Gefahr für alle

Sehr geehrter Herr Nimptsch,

die Schaltung der Schranke an der Straßenbahnhaltestelle Schießbergweg ist ein Ärgernis und eine Gefahr für alle.

Die Schranke schließt z.B. für Straßenbahnen aus Richtung Ramersdorf ca. 1,5 Minuten vor Eintreffen der Bahn an der Haltestelle. Personen die von der anderen Seite der Gleise die Bahn noch ereichen wollen, sind genötigt die Schienen bei geschlossenen Schranken zu überqueren. Ansonsten warten sie 1,5 Minuten bis die Straßenbahn vor der Schranke an der Haltestelle zu stehen kommt, die anderen Fahrgäste Ein- und Aussteigen und die Bahn schließlich abfährt.

Viele Personen sehen sich genötigt die Schienen bei geschlossener Schranke zu überqueren, da Sie ansonsten die Straßenbahn und eventuelle Anschlusszüge in Beuel Bahnhof oder am Hauptbahnhof verpassen. Dieses massenhafte Überschreiten der Gleise bei geschlossener Schranke zeigt, dass die Schaltung der Schranken so nicht sinnvoll ist und nicht der Verkehrssicherheit dient.

Die Gefahr besteht auch insbesondere für Kinder die sehen, dass sich viele Erwachsene nicht an die Schranke halten und dies dann genauso machen. Vermutlich auch an echten Gefahrstellen.

Es ist auch keine Lösung ab und zu Polizisten dort hinzustellen, die Strafzettel über 350 Euro und 4 Punkte in Flensburg verteilen. Das führt nur dazu, dass verstärkt darauf geachtet wird, ob Polizisten in der Gegend sind und somit weniger Aufmerksamkeit auf dem Straßenbahnverkehr liegt.

Dass es auch anders geht, zeigt z.B. die Schranke an der Haltestelle Küdinghoven, an der die Schranke erst schließt, sobald die Straßenbahn an der Haltestelle hält. Andere Bahnübergänge auf der Strecke sind gar nicht gesichert und es ist auch keine besondere Gefahr zu erkennen. An dieser Stelle ist jedoch eine Schranke oder zumindest eine Ampel aufgrund der durch Bäume verdeckten Sicht durchaus angemessen.

Eine sinnvolle Schaltung der Schranke sollte zur Erhöhung der Sicherheit zeitnah umgesetzt werden.

Herr Nimptsch, wie sehen Sie die aktuelle Situation und welche Maßnahmen werden Sie gegebenenfalls ergreifen?

Mit freundlichen Grüßen
Jens Wessel

+44

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Antwort
von Jürgen Nimptsch am 04. September 2013
Jürgen Nimptsch

Sehr geehrter Herr Wessel,

vielen Dank für Ihre Anfrage, in der Sie die elektronische Schließung des Bahnübergangs Schießbergweg bemängeln. Ich habe die Stadtwerke Bonn –Bus und Bahn- gebeten, hierzu Stellung zu nehmen:

Die technische Sicherung des Bahnübergangs wurde 1990 errichtet und seinerzeit in die bestehende Stellwerksanlage des Stadtbahntunnels Ramersdorf eingebunden.

Die Stellwerksanlage bedient auch noch die nahe dem Schießbergweg liegenden Weichenverbindungen. Zur damaligen Zeit befand sich der Bahnübergang sozusagen auf der grünen Wiese und wurde nur vereinzelt von Fußgängern, Radfahrern und Anliegern der angrenzenden Grundstücke benutzt. Im Jahre 1996 wurde die Haltestelle Schießbergweg in Betrieb genommen.

ln der Folge entwickelte sich der Telekom- bzw. der T-Mobile-Standort und führte zu wachsendem Verkehrsaufkommen sowohl an der Haltestelle als auch am Bahnübergang. Zudem hat sich durch die zusätzliche Erschließung der Flächen zur Königswinterer Straße und eine attraktive Wohnbebauung das Spektrum der Haltestellen und damit der Bahnübergangsnutzer weiter erhöht.

Diesen strukturellen Veränderungen möchten die Stadtwerke Bonn durch eine Anpassung der technischen Sicherung des Bahnübergangs nachkommen. Es bedeutet jedoch eine nicht unerhebliche Veränderung der Signalisierung für den Bahnverkehr, was verständlicherweise auch mit entsprechendem finanziellen Aufwand verbunden ist. ln der Wirtschaftsplanung der SWB wurden zwischenzeitlich Mittel dafür eingeplant und bereitgestellt.

Der Umbau der Stellwerksanlage wurde im Mai 2013 beauftragt die Fertigstellung ist im 1. Halbjahr 2014 geplant.

Mit freundlichen Grüßen