Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Beantwortet
Autor Hermann Schuldt am 29. August 2011
5915 Leser · 49 Stimmen (-8 / +41)

Umwelt und Gesundheit

Rauchverbot

Sehr geehrter Herr Nimptsch,

Wie lange soll das deutsche Kind auf dem Spielplatz, öffentlichen Schwimmbädern, Parks, Sportplätzen u.a. noch auf den NR-Schutz warten?

Wie lange muten Sie und Ihre politischen Kollegen den Kindern noch die passive Zwangsinhalation von Schadstoffen, die von rücksichtslosen, suchtkranken Rauchern verpufft werden?

Seit über 30 Jahren kämpfe ich schon für die Anerkennung eines wissenschaftlichen Tatbestandes, nämlich der nachweislichen, passiven Intoxikation durch sog. Nebenstrom von Zigaretten.

In den USA wurde ein komplettes Rauchverbot Anfang der 80er Jahre nach dieser Erkenntnis sofort bundesstaatenweit durchgesetzt, hier jedoch scheint es immer noch Ignoranten zu geben, die darüber diskutieren wollen, ob dies an der "frischen Luft unschädlich" sei.

Sie können sich vor dieser Verantwortung nicht länger drücken, deswegen fordere ich Sie auf, unverzüglich alles in Ihrer Macht stehende zu tun um:

+ Sofortige Rauchverbotmaßnahmen (mit Kontrolle) an Spiel- und Sportplätzen und Schwimmbädern durchzusetzen
+ Rauchverbot an allen öffentlichen Plätzen, insbesondere in Wäldern (Brand- und Naturschutz) sofort geltend zu machen
+ Bannzonen unter schärfsten Kontrollen in der Nähe von Schulen und Kindergärten einzuführen (bei Verstoß unter rigoroser Strafe stellen).
+ Absolutes Verkaufsverbot von Zigaretten an Lebensmittelläden (es ist ja kein Lebensmittel, sondern ein "Tötungsmittel" an dem neben der Zigaretten- immer noch die Pharmalobby am meisten verdient und der Versicherungsnehmer, letztlich auch der Steuerzahler bezahlen muß)

Mögen Sie meine Mahnungen ernst nehmen.
Mit freundlichen Grüßen
H. Schuldt

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Antwort
von Jürgen Nimptsch am 17. Oktober 2011
Jürgen Nimptsch

Sehr geehrter Herr Schuldt,

ich danke Ihnen sehr für Ihr Schreiben und Engagement zum Nichtraucherschutz.

Die Mitglieder des Bonner Stadtrates und ich sind wie Sie der Auffassung, dass der Nichtraucherschutz, insbesondere für Kinder und Jugendliche, weiter gestärkt werden muss.

Ich darf Sie auf die aktuelle Beschlussvorlage (Drucksachen-Nr. 1112530) zum Rauch- und Alkoholkonsumverbot hinweisen, die derzeit in den Ausschüssen beraten und am 20.10.2011 dem Rat der Stadt Bonn zur Entscheidung vorgelegt wird. Durch die damit verbundene Änderung der "Ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Bundesstadt Bonn" (Bonner Straßenordnung) wird ein weiterer Schritt zum Nichtraucherschutz auf öffentlichen Kinderspielplätzen getan.

Ihre Vorstellungen zum Nichtraucherschutz lassen sich aus rechtlichen Gründen leider nicht allesamt verwirklichen, da beispielsweise für ein Verkaufsverbot den Kommunen die gesetzliche Ermächtigung hierzu fehlt.

Dennoch bin ich sicher, dass durch die bevorstehende Änderung der Bonner Straßenordnung eine weitere Verbesserung des Nichtraucherschutzes erfolgt.

Mit freundlichen Grüßen