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vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Beantwortet
Autor Hermann Schuldt am 30. Juli 2012
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Umwelt und Gesundheit

NRW-Rauchverbot ins Wasser gefallen

Sehr geehrter Herr Nimptsch,

In Ihrem Schreiben v.17.10.11 hatten Sie betont, daß der NR-Schutz insbesondere für Kinder und Jugendliche weiter gestärkt werden muß.

Davon habe ich leider hier in Bonn gar nichts gesehen, insbesondere nach der neuen gesetzlichen NRW-Regelung zum NR-Schutz in öffentlichen Einrichtungen, Spielplätzen, Schwimmbädern, Jugendeinrichtungen, Schulen, KiTas etc.

Ich hatte mich auf die erste rauchfreie Bade-Saison meines Lebens gefreut, doch in allen Bonner Schwimmbädern wird weiter ungehemmt und ohne Rücksicht geraucht.

Hier ist dieses Gesetz quasi ins Wasser gefallen!

Nicht einmal die Bademeister haben jemals von diesem Gesetz gehört, sondern bei "billigen" Schlichtungsversuchen nötigen sie die NRs zu Verständnis, statt die Raucher zurechtzuweisen und das Rauchen einzustellen.

Wie sollen Raucher auf andere Mitmenschen Rücksicht nehmen, wenn sie selbst als suchtkranke ihren eigenen Körper schänden bzw. schädigen?

Es hat sich bei der CDU seit "Anno Geißler" (1983 war er Gesundheitsminister und hat meine Mahnungen ignoriert) nichts geändert zugunsten des NR-Schutzes von Kindern.

Bis heute ist an jeder Litfaßsäule, an jeder Bushaltestelle für jedes "I-Dötzchen" Zigaretten-Werbung sichtbar, sozusagen als frühkindliche Prägung zum Erwachsensein.

Sie ahnen nicht, was Sie und Ihre Polit-Kollegen mit dieser Duldung an kommende Generationen anrichten!

Wie lange soll diese Duldung noch hingenommen werden?

Wie lange müssen die Kinder noch dem fehlgeleiteten Vorbild folgen und am Qualm die feinen Lungen + Gehirnwindungen verbrennen?

Ich fordere Sie unmissverständlich auf, diesem Treiben endgültig Einhalt zu gebieten und für klar ersichtliche Hinweis-Schilder für absolutes Rauchverbot an allen Bonner Schwimmbädern sowie Kinder- bzw. Jugend- und Sporteinrichtungen zu sorgen, bzw. das laue Personal (das womöglich raucht) über die Suchtgefahr und gesundheitliche Schädigung, insbesondere durch Passivrauchen aufzuklären.

Mit freundlichen Grüßen

Hermann Schuldt

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Antwort
von Jürgen Nimptsch am 05. Dezember 2012
Jürgen Nimptsch

Sehr geehrter Herr Schuldt,

das erst kürzlich verschärfte Nordrhein-Westfälische Nichtraucherschutzgesetz gilt unter anderem in allen Bonner Schulen sowie in den in Bonn befindlichen Kinder- und Jugendeinrichtungen. Hier besteht ein uneingeschränktes Rauch- verbot sowohl für die Innen- als auch für die Außenbereiche der jeweiligen Einrichtungen. Dasselbe gilt für Schulveranstaltungen außerhalb der Schul- grundstücke. Erkenntnisse, dass in diesen Erziehungs- und Bildungsein- richtungen in Bonn das Rauchverbot missachtet wird, liegen mir bislang nicht vor. Konkreten Hinweisen und Anzeigen würde aber jeweils nachgegangen.

In Sport- und Freizeiteinrichtungen sieht das Gesetz ebenso Rauchverbote vor, jedoch nicht auf den Freiflächen der Bonner Freibäder und auf Sportplätzen, sondern nur in abgeschlossenen Räumlichkeiten der Einrichtungen.

Auf den im Stadtgebiet Bonn befindlichen Kinderspielplätzen wurde im Nov- ember 2011 in die Bonner Straßenordnung im Übrigen ein absolutes Rauch- verbot aufgenommen, womit die Stadt Bonn sogar weitergehende als die im Nichtraucherschutzgesetz vorgesehenen Verbote zu Gunsten der Kinder ge- regelt hat.

Aus den vorgenannten Gründen halte ich den Schutz von Kindern und Jugend- lichen vor den Gesundheitsgefahren des Passivrauchens in den von Ihnen genannten öffentlichen Einrichtungen innerhalb des Bonner Stadtgebietes für gewährleistet.

Mit freundlichen Grüßen