Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Beantwortet
Autor Günter Bergerhoff am 24. Januar 2011
4732 Leser · 49 Stimmen (-3 / +46)

Planen und Bauen

Nordüberbauung Bahnhofsvorplatz

Sehr geehrter Herr Nimptsch,

Der Verein Pro Bahnhofsvorplatz Bonn hat in seiner Sitzung am 19.1.2011 mit grosser Verwunderung von den neuesten Plänen zur Nordüberbauung des Bahnhofsvorplatzes erfahren.
Der General-Anzeiger stellt am 15.1.2011 in seinem Bericht aus der Sitzung des Planungsausschusses ein Modell vor, das in keiner Weise den in der Bürgerwerkstatt 2005/2006 formulierten Vorstellungen entspricht. Diese sagen: „Bei der Bebauung soll eine hochwertige, gegliederte und maßstäbliche Architektur den Übergang zur historischen Stadt prägen und damit den Empfangscharakter des Umfeldes unterstreichen. Für die entstehenden Gebäude wird eine gemischte, vielseitige Nutzung gewünscht, mit tragfähiger Einzelhandelsmischung, Büro, Wohnen, Information, Dienstleistung und Kultureinrichtungen.“ Ein typisches Beispiel ist der Stadt in den achtziger Jahren bei der Bebauung der westlichen Seite der Clemens-August-Strasse in Poppelsdorf gelungen. Aber das Bild im General-Anzeiger zeigt noch nicht einmal, was der Text verrät, dass die abgebildete Baumreihe einer Busaufstellung weichen soll. Damit würde der „Brune-Plan“ von 2002 wieder hervorgeholt, den die Bürgerinnen und Bürger noch einmal durch ein Bürgerbegehren vereiteln werden. Auch die im Ausschuss anwesenden Politiker waren von dieser „neuen“ Planung offensichtlich nicht überzeugt.

Wie verträgt sich dieses Vorgehen mit Ihrer Maxime, die Bürger mehr zu beteiligen, wenn die Ergebnisse einer von der Stadt aufwändig durchgeführten Diskussion einfach unberücksichhtigt bleiben.

Verein Pro Bahnhofsvorplatz Bonn
Der Vorsitzende: G.Bergerhoff

+43

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Antwort
von Jürgen Nimptsch am 03. Mai 2011
Jürgen Nimptsch

Sehr geehrter Herr Bergerhoff,

die im General-Anzeiger dargestellten Planungen sind Ergebnisse des Wettbewerbs und des Verhandlungsverfahrens. In die Auslobung des Wettbewerbs sind die Ziele der Bürgerwerkstatt eingeflossen. Während des Wettbewerbs sind die Bürger beteiligt worden und Vertreter aus der Bürgerschaft haben das Wettbewerbs- und Verhandlungsverfahren begleitet. Vor dem Verhandlungsverfahren hat eine große Veranstaltung stattgefunden, in der Bürger vor der Weiterentwicklung der Entwürfe ihre Anregungen einbringen konnten. Die Transparenz des Verfahrens war und ist jederzeit gewährleistet. Die Entwicklungsschritte wurden unter Berücksichtigung der Ziele der Bürgerwerkstatt vollzogen.

Die Stadt Bonn hat nun eine technische Überarbeitung des Gesamtkonzeptes sowie Aufträge zur Konkretisierung des Verkehrskonzeptes in Auftrag gegeben. Hier geht es darum, die Machbarkeit für eine Ausschreibung zu konkretisieren. Inhalt der Überarbeitung des nördlichen Baufeldes ist die Entwicklung eines Strukturkonzeptes, das die statischen Möglichkeiten auf diesem Baufeld und die verkehrlichen Notwendigkeiten der Anlieferung sowie der Verkehrsabwicklung in der Straße "Am Hauptbahnhof" berücksichtigt. Die Entwurfsgedanken und die Ziele der Bürgerwerkstatt bleiben dabei erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Nimptsch