Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Beantwortet
Autor Franco Mattioli am 18. November 2013
3342 Leser · 16 Stimmen (-2 / +14)

Planen und Bauen

Kennedybrücke

Sehr geehrter Herr Nimptsch,

ich wohne in direkter Nachbarschaft zu Bonns bekanntestem Nadelöhr, der Kennedybrücke. Vor Kurzem hatte ich Besuch aus Hamburg, der mich nochmal auf die Brücke aufmerksam gemacht hat. Über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich streiten. Aber eines ist mir auch heute noch ein Mysterium. Warum wurde bei der Erneuerung der Brücke der Belag auf dem die Straßenbahn verkehrt ausgelassen? Das sind noch Überbleibsel der alten Kennedybrücke, die ausgesprochen hässlich sind und die Frage aufwirft, warum ein Projekt dieser Art nicht zu Ende geführt worden ist. Beispielsweise wären hier die Pflastersteine, die vor und hinter der Brücke verwendet worden sind denkbar.
Haben Sie hierzu eine Antwort für mich?

Vielen Dank!

Mit freundlichem Gruß
Franco Mattioli

+12

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Antwort
von Jürgen Nimptsch am 06. Februar 2014
Jürgen Nimptsch

Sehr geehrter Herr Mattioli,

vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich einer Gleissanierung der Straßenbahnen auf der Kennedybrücke.

Mit der Sanierung und Verbreiterung der Kennedybrücke wurden das Platzangebot für Fußgänger und Radfahrer auf der Brücke und die Anbindung ans Wegenetz in Bonn und Beuel verbessert sowie die Tragfähigkeit der Brücke erhöht.

Mit Einrichten des separaten Bahnkörpers für die Stadtbahn wurde ein weiterer Schritt bei der Beschleunigung des Stadtbahnverkehrs und damit eine Verbesserung der Pünktlichkeit erreicht. Die Leistungsfähigkeit der Fahrbahnen in Verbindung mit dem Verkehrsabfluss der Kreuzungen in Bonn und Beuel haben ihre Leistungs-fähigkeit unter Beweis gestellt.

Insgesamt ist dies ein gelungenes Maßnahmenpaket, wenn auch nicht alle zusätzlichen gestalterischen Wünsche erfüllt werden konnten, wie z. B. eine Beleuchtung der Brückengeländer. Die Gesamtkosten für dieses umfangreiche Maßnahmenpaket musste die Stadt Bonn aus Eigenmitteln und einer Zuschussfinanzierung der Bezirksregierung Köln und des Nahverkehr Rheinland bestreiten.

Die Stadtbahngleise und die Pflasterflächen zwischen den Gleisen auf der Brücke wurden nicht saniert. Die letzte Gleissanierung erfolgte in den 1990-er Jahren.
Die Schienen haben ihr Nutzungsalter noch nicht erreicht.

Bei einer vorgezogenen Erneuerung der Schienen und Pflasterflächen die als eine bauliche Einheit gesehen werden müssen aus rein gestalterischen Gründen wären diese Mehrkosten alleine von der Stadt Bonn zu tragen gewesen.
Ein Kostenaufwand, den die Stadt Bonn aufgrund der Haushaltslage und der Verpflichtung, möglichst wirtschaftlich mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln umzugehen, nicht leisten kann.

Ich bitte Sie um Verständnis, dass die begrenzten finanziellen Mittel im Moment vorrangig in die Unterhaltung und Sanierung der Verkehrsinfrastruktur investiert werden, um die Verkehrssicherheit gewährleisten zu können.

Mit freundlichen Grüßen