Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Archiviert
Autor Klaus Vater am 03. Juli 2013
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Umwelt und Gesundheit

Hochwassergefährdung an der Bachemer Straße

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
am vergangenen Montag gegen 18 Uhr war es fast wieder so weit: Der Mehlemer Bach stand kurz vor der Bachunterführung an der Bachemer Straße nur noch 30 cm unter Rand. Feuerwehr und Bonn Orange fuhren vorbei, um zu erfragen, ob irgendetwas aus dem Ruder laufe. Wir hatten Glück - 30 cm Glück. Und ich bin bereit eine Wette abzuschließen, dass uns Anwohnern der Bachemer Straße in Mehlem diese Situation und Schlimmeres noch öfter bevorstehen wird, weil wir den Eindruck haben, hier mahlen die Mühlen noch langsamer als anderswo - zudem hat sich bei uns am 20. Juni bis auf Gerhard Lemm von den Grünen kein Vertreter von Politik und Verwaltung gezeigt, um zu fragen: Braucht ihr Hilfe? Was können wir tun? Die Bachemer Straße weist Gott lob eine tolle Nachbarschaft auf; ansonsten haben wir den Eindruck, am Ende der Welt zu leben. Jetzt steuern wir darauf zu, nach Maßgabe der unteren Wasserbehörde eine Schutzmauer errichten zu lassen, auf eigene Kosten selbstverständlich, denn weder aus Wachtberg noch aus Bonn gibt es irgendeinen Hinweis auf Hilfe bzw Zuleistung. Dass Herr Redeker sich mittlerweile prompt kümmert, möchte ich hervorkehren. Dass die dortige katholische Kirchenverwaltung - obgleich als Eigentümerin von Teilen des an den Bach verlaufenden Gebietes - nichts tut, finden wir alle hier skandalös. Gut fanden wir auch nicht Ihre Schuldzuweisung, wonach Bachanwohner ihren Grünschnitt, ihre Gartenmöbel oder ihre Mülltonnen am Bach lagerten und dadurch bei Hochwasser sofort alle Durchflüsse verstopften, sodass Existenzen vernichtet würden. Das ist kein Beleg für Sachkenntnis; denn was bei uns aus Wachtberg "anlandete", das waren keine Mülltonnen oder Plastikstühle, sondern massive Baumteile, verheddertes Gestrüpp, Massen an Schlamm, der sich kaum zu 100 Prozent entfernen läßt.

Was ich wissen möchte: Warum ist das Gebiet zwischen der Bachemer 13 und 19 während der neunziger Jahre aus der Hochwassergefährdung rausgenommen worden - denn es wurden ja Baugenehmigungen erteilt?

Ihr
Klaus Vater
Seit 43 Jahren in der SPD, Ex- Stellvertretender Regierungssprecher und zuvor Sprecher des Bundesgesundheits- sowie des Bundesarbeitsministeriums

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