Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Beantwortet
Autor daniela draut am 20. Januar 2012
6489 Leser · 53 Stimmen (-3 / +50)

Sonstige

Dürfen Jäger einfach auf meine gepachtete Weide?

Sehr geehrter Herr Nimptsch

Ich wende mich an Sie aus Verzweiflung. Ich habe von der Stadt Bonn eine Weide in Bonn Duisdorf am Meßdorfer Feld gepachtet.
Ich hatte in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit Jägern die einfach diese Weide betreten haben. Ein Fall vom 22.10.2010 wurde schon einem Ihrer Mitarbeiter gemeldet.

In meinem Pachtvertrag steht nichts davon das ich Jäger auf meine Weide lassen muß. Auf der Weide stehen Schafe und diese Woche waren wieder Jäger auf der Weide. Die Hunde der Jäger liefen auf der Weide zwischen den Schafen her. Dies war allerdings nur möglich weil die Jäger mit Ihren Schuhen den Zaun runtergetreten haben.

Darauf angesprochen haben die Jäger gesagt, das Sie das dürfen weil dort Jagdgebiet ist.

Es kann doch nicht sein, das wenn ich Geld in meine Zaunanlage investiere, die Jäger diese durch unsachgemäße Behandlung Kaputt machen dürfen!
Die hinzugerufene Polizei hat auch nichts unternommen weil Sie nicht wusste wie es sich verhält.

Zudem sehe ich eine Gefährdung der Tiere, wenn diese durch die Hunde Getrieben werden, oder noch Schlimmer einem Jäger versehentlich vor die Flinte laufen.

Bitte klären Sie mich endgültig auf und teilen mir Schriftlich mit wie ich künftig mit derlei Situationen umgehen soll.

Vielen Dank

+47

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Antwort
von Jürgen Nimptsch am 22. März 2012
Jürgen Nimptsch

Sehr geehrte Frau Draut,

Ihre gleichlautende Beschwerde hatten Sie ja bereits zeitgleich an die Untere Jagdbehörde geschickt, die von dort auch bereits am 07.02.2012 beantwortet wurde.

Ich möchte daher noch mal versichern, dass alle Jäger, die in den Randgebieten der örtlichen Bebauung jagen, wie auch in den stadtnahen Jagdrevieren insgesamt, ein überdurchschnittlich hohes Maß an Sicherheitsvorkehrungen treffen. Somit kann eine wie auch immer geartete Gefährdung Ihrer Tiere ausgeschlossen werden.
Die Jagd in den landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen im Bereich und Umfeld des Meßdorfer Feldes ist vor dem Hintergrund der immer wieder auftretenden Schäden durch Wildtiere, hier insbesondere Kaninchen, unabdingbar notwendig. Ich bitte daher um Ihr Verständnis, dass auch künftig die Jagd auch in der Nähe der von Ihnen gepachteten Weide ausgeübt werden wird.

Ergänzend dazu möchte ich Ihnen mitteilen, dass der Jagdpächter gebeten wurde, den an Ihrem gepachteten Weidegrundstück vorbei führenden Fußweg zu nutzen, um das zu bejagende Gebiet zu erreichen.

Auch möchte ich nochmals das Angebot der Unteren Jagdbehörde in Erinnerung rufen, dass ein Telefonat oder auch ein Treffen vor Ort, an dem ein Vertreter der Unteren Jagdbehörde gegebenenfalls gerne teilnimmt, dazu beitragen kann, die entstandenen Spannungen und Missverständnisse auszuräumen und für die Zukunft ein positives Miteinander zwischen Ihnen und den im Rahmen der Jagd tätigen Personen zu ermöglichen. Der Jagdpächter hat im Rahmen seiner Stellungnahme angeboten, Ihnen persönlich für Fragen zur Verfügung zu stehen.

Mit freundlichen Grüßen