Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Beantwortet
Autor Nicola Quade am 23. September 2013
2829 Leser · 41 Stimmen (-2 / +39)

Umwelt und Gesundheit

Dringende Hilfe für Krebspatienten

Sehr geehrter Herr Nimptsch,

im Rahmen unserer Brustkrebs-Nachsorge gingen wir jahrelang jeden Donnerstag Abend zur Aquagymnastik ins Bewegungsbad des Johanniterkrankenhauses. Dieses - vom Brustzentrum des Johanniterkrankenhauses in Kooperation mit dem Bonner Sportverein Roleber e.V. durchgeführten - Angebot nahmen bis Juni diesen Jahres ca. 45 Frauen dankend in Anspruch, die größtenteils im Johanniter operiert wurden. Die Wartelisten für die Gruppen sind voll!

Die erste unserer Gruppen des ambulanten Rehasports begann 2005 und mit den Jahren kamen aufgrund der hohen Nachfrage zwei weitere Gruppen hinzu. Doch auch das reicht noch nicht aus, um den Bedarf an mehr Lebensqualität zu decken. Denn seit das Marienkrankenhaus und die Uniklinik ihre Bewegungsbädergeschlossen haben, sitzen viele Frauen regelrecht auf dem Trockenen. Alternativen findet man kaum, denn die Bewegungsbäder in Bonn sind unter den Vereinen hart umkämpft - mit gutem Recht. Viele waren froh, als Sie hörten, dass im Johanniter – als derzeit einzigem Krankenhaus mit Brustzentrum in Bonn das Bewegungsbad noch geöffnet ist.

Leider hielt diese Freude nicht lange, denn nun ist das Bad seit Mitte Juni geschlossen und keiner kann uns seitdem sagen wie es konkret weiter geht.

Die Auswirkungen sind für uns leider täglich deutlich spürbar: unsere Lebensqualität sinkt aufgrund vermehrter Lymphödeme, wir haben Schmerzen in Gelenken und Muskeln und leiden verstärkt an Fatigue. Wir brauchen dringend das Wasser. Einige von uns können sich nur im Wasser schmerzfrei bewegen. Zwar bietet die Sporttherapeutin ein Alternativprogramm im Park der Klinik an, welches sehr gut ausgewählt ist, jedoch einfach nicht alle Frauen erreichen kann, da diese wie bereits erwähnt – auch aufgrund akuter Metastasen – ausschließlich Bewegungen im Wasser durchführen können. Das Bewegen im Wasser ist Lebensgenuß pur für uns, wenigstens einmal in der Woche! Aber auch das ist nun vorbei.

Wir wären Ihnen somit sehr, sehr dankbar, wenn Sie uns ein alternatives Bewegungsbad anbieten könnten. Bisher war die Wassertemperatur immer 32°, was für uns aufgrund unserer Erkrankungen sehr wichtig ist. Jedoch würden wir uns auf ein Bewegungsbecken mit 29° ausgesprochen freuen und wären Ihnen sehr dankbar!

Es wäre schön von Ihnen zu hören.

Mit herzlichen Grüßen

Die Frauen aus der „Sport in der Krebsnachsorge - Gruppen“ des Brustzentrums im Johanniterkrankenhaus.

+37

Über diesen Beitrag kann nicht mehr abgestimmt werden, da er bereits beantwortet wurde.

Antwort
von Jürgen Nimptsch am 05. Dezember 2013
Jürgen Nimptsch

Sehr geehrte Frau Quade,

wie ich heute erfahren habe, konnte Ihrer Therapiegruppe durch Hilfe der Schwimm- und Sportfreunde Bonn e.V. die Möglichkeit zur Nutzung des Lehrbeckens im Frankenbad ermöglicht werden.

Ich freue mich sehr, dass Sie nun ihr erfolgreiches Rehabilitationsprogramm fortsetzen können und wünsche Ihnen und allen betroffenen Frauen Ihrer Gruppe von Herzen viel Kraft und alles Gute für den weiteren Heilungsverlauf.

Herzliche Grüße