Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Archiviert
Autor M. Rudloff am 04. Juli 2014
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Gesellschaft und Soziales

Antifa-Sticker

Sehr geehrter Herr Nimptsch,

ich schätze Bonn wegen seiner rheinischen Offenheit, internationalen Ausrichtung und multikulturellen Toleranz.
Mit Freuden erlebe ich die Haltung gegen nationalsozialistischen Tendenzen, wie die zahlreichen Aufmärsche gegen Rechts.
Nun bin ich allerdings entsetzt ob der Aktion der Antifa, Sticker mit deutlich erkennbaren Fotos und Namen von Neonazis in ganz Bonn und um Internet zu verbreiten. Unabhängig von der Tatsache ob oder ob nicht die abgebildeten Menschen Neonazis sind, ist es juristisch und ethisch eine nicht zu vertrende Handlung. Wer entscheidet darüber, wer auf diesen Bildern abgebildet ist und wer nicht. Jemand der abgebildet ist, bekommt auch keine Chance sich zu verteidigen oder irgendwie die Möglichkeit diesen Ruf wieder loszuwerden.
Natürlich kann man sagen, man habe nichts zu befürchten, wenn man keine Rechte Haltung hat, jedoch ist das eine genauso zu kurz gegrifffene Argumentation, wie im Falle der Überwachung von Bürgern. Mit der stillen Duldung dieser Aktion öffnet man ein Fenster und überschreitet eine Grenze, die nicht erneut gelegt werden kann. In einer Stadt mit einer sehr angesehenen rechtswissenschaftlichen Fakultät kann man so eine Missachtung des Rechtsstaates nicht durchgehen lassen.
Ironischerweise erinnert diese Methode an Nationalsozialistische Aktionen zu Beginn des Terrorregimes.

Mich würde nun interessieren, ob oder wie Sie und die Stadt dagegen vorgehen.

Mit freundlichen Grüßen
Maximilian Rudloff

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