Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Beantwortet
Autor Christa Tyderle am 24. Dezember 2013
4409 Leser · 8 Stimmen (-0 / +8)

Sonstige

Altenheim Albertus-Magnus-Haus

Sehr geehrter Herr Nimptsch

Anlässlich der Begehung der Feuerwehr im Albertus-Magnus- Altenheim , mußte ich mit bestürzung feststellen, das man den alten Menschen, die hier ihren letzten Lebensabschnitt verbringen, alles an Gemütlichkeit genommen haben. Das die Weihnachtsdeko entfernt wurde: Gut.! Ist nicht zu ändern. Aber das man die Sitzgruppen auf den Etagen entfernt hat, sowie die Bücherschränke das verstehe ich überhaupt nicht. Da diese nicht im Fluchtweg befanden.
Es sieht jetzt sowas von kahl aus, die alten Menschen sagen sie fühlen sich wie im " Gefängnis."
Vorher saßen viele auf den Sitzgruppen und jetzt müssen sie in den Zimmern bleiben bzw. sich aufhalten.
Wie kann man so kleinlich sein, den alten Menschen alles zu nehmen.Das letzte bischen Gemütlichkeit.
Sogar die Stahlschränke mit der Bettwäsche muß entfernt werden.
Das kann es doch nicht sein.
Ich hoffe, das die jenigen ,die das veranlaßt haben NIE dort Ihren Lebensabschnitt verbringen müssen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie sich selber ein Bild davon machen würden.
Über eine Stellungnahme ihrerseits würde ich mich freuen.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Weihnachtsfest und alles gute für 2014.

Christa Tyderle

+8

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Antwort
von Jürgen Nimptsch am 06. Februar 2014
Jürgen Nimptsch

Sehr geehrte Frau Tyderle,

ich bedauere, dass die in der Vorweihnachtszeit im St. Albertus-Magnus-Haus vorgenommenen Änderungen an der Möblierung der Flure Ihren Unmut hervorrufen.

Es bedarf sicherlich nicht meiner besonderen Betonung, dass allen Beteiligten die besondere Lebenssituation der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner bekannt ist und deren Wohlergehen ihnen am Herzen liegt. Gerade um die Sicherheit für die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner zu gewährleisten, erfolgen regelmäßige Begehungen aller Seniorenheime durch die Feuerwehr und das Bauordnungsamt.

In diesem Sinne sind auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen Brandlasten, wie Sitzmöbel, Bücherregale und Pflanzen oder brennbare Schrankinhalte in Treppenhäusern und Flurbereichen nicht zulässig. Dies soll verhindern, dass sie im Brandfall den Fluchtweg behindern oder selbst zur Verqualmung des Rettungsweges führen.

Zur Erhöhung der Sicherheit für die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner wurde, nach detaillierter Inaugenscheinnahme aller Bereiche durch die Feuerwehr und das Bauordnungsamt, der Einrichtungsleitung ein konkreter Maßnahmenkatalog zur Mängelbeseitigung auferlegt. Um das Leben von Bewohnerschaft und Belegschaft zu schützen, galt es, die bestehenden Gefahren umgehend zu beseitigen.

Offensichtlich ist es nicht gelungen, für die liebgewonnenen Sitzgruppen auf den Fluren und für alle Bewohnerinnen und Bewohner gleichermaßen attraktiv empfundene Ausgleiche umgehend zu schaffen. Die in den Gruppen bestehenden zentralen Aufenthaltsbereiche werden jedoch in den nächsten Wochen durch neue farbliche Gestaltungen und Möblierung verschönert, um die Wohnatmosphäre dieser Bereiche zu erhöhen und eine erweiterte Nutzung zu ermöglichen. Ich freue mich aber auch, dass es entgegen anderer Einrichtungen im St. Albertus-Magnus-Haus auf Grund eines zweiten Rettungsweges aus dem Treppenhaus gelungen ist, dass die Sitzmöglichkeiten im Foyer erhalten werden konnten.

In der Planung ist ferner, den großen Speiseraum im Erdgeschoss umzugestalten, um auch hier - wie bereits im Café des Hauses - die Möglichkeit zu bieten, sich mit Mitbewohnern und Angehörigen auch außerhalb des eigenen Wohnraumes zu treffen.

Ich kann nachvollziehen, dass die aktuelle Veränderung für die Bewohner eine Umstellung bedeutet. Mit der Einrichtungsleiterin, Frau Romes, wurden die beabsichtigten Veränderungen zwischenzeitlich abgestimmt. Ich bin mir sicher, dass nach Abschluss dieser Maßnahmen die Gestaltung des Hauses den Wünschen der Bewohnerschaft wieder entspricht und gleichzeitig die Sicherheit für die Heimbewohner deutlich erhöht wurde.

Mit freundlichen Grüßen