Liebe Nutzerinnen und Nutzer von „direktzu Jürgen Nimptsch“,

vielen Dank für die rege Beteiligung auf diesem Portal in den vergangenen Jahren. Die Stadt Bonn wird in Kürze eine eigene Bürgerbeteiligungsplattform einrichten, auf der Sie dann eine vergleichbare Möglichkeit haben werden, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten. Das Portal „direktzu Jürgen Nimptsch“ wurde Anfang November 2014 geschlossen. Ich freue mich ab dem 07. Januar 2015 auf Ihren Besuch bei „Frag den OB“ unter www.bonn.de.

Herzliche Grüße

Jürgen Nimptsch

Beantwortet
Autor Michael Marks am 21. Februar 2014
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Planen und Bauen

Abriss des Universitäts-Hauptgebäudes und Neubau eines Einkaufszentrums

Sehr geehrter Herr Nimptsch,

mit Freude habe ich von den Plänen erfahren, die städtischen Grundstücke auf dem Viktoriakarree zu verkaufen. Dort befinden sich momentan unter anderem ein Café, ein asiatisches Restaurant, sowie das Stadtmuseum und eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus. Außerdem steht dort noch immer das Viktoriabad. Wie kann dieses Areal sinnvoll (zwischen)genutzt werden? Ich möchte mich an dieser Stelle gegen eine kulturelle Nutzung aussprechen. Diesem Wildwuchs muss Einhalt geboten werden! Ein Einkaufszentrum ist daher die perfekte Lösung für das besagte Areal. Am Friedensplatz ist dieses Konzept in einem architektonischen Meisterwerk aus Stahl und Beton ja schon wunderschön aufgegangen. Auch in der Vergangenheit hat diese Vorgehensweise, beispielsweise mit der Südüberbauung am Bonner Hauptbahnhof, ausgezeichnet funktioniert.

Deshalb sage ich: Weiter so! Ich möchte Ihnen daher gerne einen weiteren Vorschlag zum – bisher ja sehr erfolgreichen – städtebaulichen Konzept der Stadt Bonn unterbreiten: Den sofortigen Abriss des Universitäts-Hauptgebäudes zugunsten eines weiteren Einkaufszentrums. Es geht immerhin um die Aufwertung Bonns als Wirtschaftsstandort! Das Problem mit dem Denkmalschutz in Bezug auf das Universitätsgebäude dürfte hier schnell in den Griff zu bekommen sein, schließlich geht es um finanzielle Interessen. Darüber hinaus werden Sie sich sicherlich fragen, was mit den Studierenden passieren wird. Auch hierfür gibt es bereits eine Lösung: Sie werden aktiv in den Bauprozess mit einbezogen (als Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter). So sammeln sie wichtige Praxiserfahrung (in Form von Praktika), die sie später in der freien Wirtschaft (der echten Welt) sicherlich gut gebrauchen können. Bezahlung erfolgt keine: eine solche Erfahrung ist unbezahlbar und macht sich sehr gut im Lebenslauf. Das ist ja wohl Lohn genug!
Mein Vorschlag umfasst des weiteren die Umgestaltung der Hofgartenwiese: Diese wird mit Beton nachhaltig zubetoniert und bietet dadurch Raum für insgesamt ca. 1253 PKW. Ein großflächiger, innerstädtischer Parkplatz und viel Verkehr sind unbedingt notwendig für eine florierende Wirtschaftsmetropole wie Bonn.
Parallel zum Bauprozess am Hofgarten, bzw. am Universitäts-Hauptgebäude, kann mit dem Abriss des Alten Rathauses begonnen werden. Das freiwerdende Grundstück direkt am Marktplatz böte einen optimalen Standort für ein weiteres Einkaufszentrum in Top-Lage!

Meine Fragen, abschließend kurz zusammengefasst: Was halten Sie von meinem Vorschlag, das Universitäts-Hauptgebäude zugunsten eines Einkaufszentrums abzureißen? Ich fordere außerdem die Nutzung der Hofgartenwiese als innerstädtischen Parkplatz. Was halten Sie davon? Ist das realisierbar? Wenn ja, wann?

Ich freue mich über Ihre Antwort und verbleibe
mit freundlichen Grüßen,
Michael Marks

+90

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Antwort
von Jürgen Nimptsch am 19. März 2014
Jürgen Nimptsch

Sehr geehrter Herr Marks,

es steht jeder Bürgerin und jedem Bürger frei, sich auf diesem Weg mit ernst gemeint-konstruktiven, aber auch kritisch-konstruktiven Beiträgen, an den Oberbürgermeister zu wenden, die dann auch gerne beantwortet werden.

Ihr Beitrag fällt in keine der beiden Kategorien.

Mit freundlichen Grüßen